Sammeln im August

Samstag, 7. August

Tag des Sammelns — deutsch-polnische Heimatmesse — Essen — Trinken — Salongespräch — offenes Werkstattangebot

Was wird gesammelt und warum? Wie und wo kann es gelagert und gezeigt werden? Und vor allem: Darf man auch etwas wegwerfen? Diese Fragen versucht das Oderbruchmuseum an seinem nächsten Programmtag zu beantworten und vertieft sich dabei weiter in das Jahresthema „Eigensinn“. So werden gleich zum Beginn der Veranstaltung um 11 Uhr zwei große Türme aus Sammlungsobjekten enthüllt, die den Auftakt für eine neue Ausstellung mit Objekten aus der Museumssammlung bilden. Verantwortlich dafür zeichnen die Sammlungsbetreuer des Museums Nadja Hirsch und Peter Herbert, welche an diesem Tag die vielen eigensinnigen Dinge erläutern werden. Die Türme sind wahre Fundgruben für den musikalischen Höhepunkt: Das Ensemble „Sammeltonium Wunderland“ aus Dresden spielt freie Improvisationen auf Fundstücken unterschiedlichster Herkunft, darunter auch Dinge aus dem „Schaudepot“. Am Nachmittag ist um 15 Uhr ein Gespräch zum Sammeln alter Dinge geplant. Hier sind die Besucher des Berg-Schmidt-Hofes aufgerufen, mit geladenen Gästen zu diskutieren. Zu einem besonderen Experiment rief das Museum bereits im Vorfeld des Programmtages auf: Die Altranfter wurden und sind gebeten, dem Museum ortsgeschichtliche Dinge auszuleihen, um damit das historische Bauernhaus auf dem zum Museums-Ensemble gehörenden Hof ortsspezifischer auszustatten. 

Parallel findet an diesem Tag ein deutsch-polnisches Treffen für Heimatkultur statt. Die im letzten Herbst geknüpften Kontakte mit potenziellen polnischen Kulturerbe-Orten sollen vertieft werden. Im letzten Jahr waren Mitarbeiter des Museums mit Studierenden der Hochschulen in Eberswalde und Potsdam östlich der Oder unterwegs, um eine Zusammenarbeit vorzubereiten – in diesem Jahr werden die polnischen Partner nach Altranft eingeladen, die Netzwerkarbeit des Museums zu erläutern und über eine vertiefte Kooperation ins Gespräch zu kommen. 

Der Eintritt ist frei und natürlich ist für das leibliche Wohl in der Cafeteria unseres Museums gesorgt.