Über Weiden und Körbe

Ein Audioguide für das Korbmachermuseum in Buschdorf, produziert durch Anne Göhring und Olaf Selg vom Berliner LAND-LAB in Zusammenarbeit mit der Arbeitsinitiative Letschin und Experten zur Weide und zur Korbmacherei.

Das Korbmachermuseum in der Alten Schule in Buschdorf, einem Kulturerbe-Ort im Oderbruch, beherbergt eine reichhaltige Sammlung von Gegenständen, die ihre Entstehung zum großen Teil dem „Brotbaum des Oderbruchs“, der Weide, verdanken. Mit dem frühen Tod der Gründerin und Leiterin des Museums, der Korbmacherin Thea Müller, ist leider ein Erfahrungsschatz mit viel Wissen um die Herstellung und Bedeutung vieler Ausstellungsstücke verloren gegangen. Ziel des Audioguide-Projektes ist es, diese Informationslücken wieder so gut wie möglich zu füllen. Dazu werden Hintergrundinformationen zur Weide und zu den Weide-Exponaten des Museums mithilfe von Interviews gesammelt und dauerhaft zur Verfügung gestellt.

Grundlegende Fragen ergeben sich zunächst zur Bedeutung und Beschreibung der Weidenpflanze im Landschaftsbild, beispielsweise: Welche Arten sind charakteristisch für das Oderbruch und woran erkennt man sie? Wozu werden sie verwendet? Wie hat der Mensch mit der Weide die Landschaft bzw. die Natur verändert?

Zentral sind für das Projekt die Beschreibung des Handwerks bzw. die Verarbeitung der Weide (Wie ist die Situation des Handwerks? Welche Weiden werden zum Korbflechten verwendet?) sowie Erläuterungen zu ausgewählten Ausstellungsstücken im Korbmuseum, etwa über den Einsatz von ganz verschiedenartigen Körben im Alltag. Hierzu gehört auch ein Ausblick auf die Zukunft des nachwachsenden Werkstoffes Weide und die Möglichkeit, ihn durch weiterentwickelte Produkte für neue Verwendungsmöglichkeiten attraktiv zu machen.