Lernen und Erleben

Wasser
als Existenz

In einer Bruchlandschaft entscheidet das Wasser über Leben und Überleben.

 

 

Kulturerbe-Orte im Film

Schulen im Netzwerk Landschaftliche Bildung starteten im Jahr 2019 ein Filmreihe zu Kulturerbe-Orten im Oderbruch. Jeder Kulturerbe-Ort erzählt über die Besonderheiten der Landschaft.

<<< Kulturerbe-Orte im Film - Alter Hafen in Wriezen

 

 

 

Heimatstube Hohensaaten - Von der Fülle eines Dorfes

»Wir sind der letzte kulturelle Mittelpunkt des Dorfes.
Hört sich hochtrabend an, aber ist so!«

Hohensaaten ist ein großes und kulturgeschichtlich sehr reiches Dorf. Noch heute ist gut zu sehen, dass es sich an der Schnittstelle von Oderbruch und den angrenzenden eiszeitlichen Höhenlagen befindet und aus beiden Richtungen seine Prägungen erhalten hat. Fischerei, Schifffahrt und Landwirtschaft haben in den Häusern, Straßen und entlang der Oder ihre Spuren hinterlassen. In den vier Ausstellungsräumen wird man deshalb sowohl Fischereiutensilien, Landwirtschafts­geräte und Handwerkszeug finden und sie wecken eine Vorstellung davon, was Hohensaaten einst ausgemacht hat.
Und was macht das Dorf heute aus? Wer die alten Schulklassenfotos in der oberen Etage sieht und mit einem Mitglied des Heimatvereins ins Gespräch kommt, kann heute noch viele Hohensaatener darauf wiederfinden. Der erst 2003 gegründete Heimatverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Verlust an dörflicher Kultur durch seine Arbeit entgegenzuwirken. Dazu dienen die neu hergerichteten Vereinsräume in der alten Stallanlage. Hier werden regelmäßig Veranstaltungen angeboten und in Arbeitskreisen z. B. das Hohensaatener Platt gepflegt.

Heimatstube Hohensaaten
Dorfstraße 18 a
16248 Bad Freienwalde, OT Hohensaaten
0 33 36 - 87 04 46

 

 

 

 

Flussgot Viadrus - Die Odergottheit eines modernen Europas

»Der Künstler will sein Werk als ein Symbol für die neue europäische Oder verstanden wissen.«

So, wie es Flussgötter der antiken Welt des Südens gibt, gilt auch der Flussgott Viadrus als personifizierte Darstellung der Oder. Der Name ist aus dem lateinischen Viadrus fluvius abgeleitet, womit die Oder bereits auf einer Landkarte aus dem Jahr 1478 bezeichnet wird. Seither wurde der Name Viadrus über 500 Jahre tradiert. Heute finden sich an Brücken und Gebäuden verschiedener Orte entlang der Oder Darstellungen des muskulösen Mannes.
Während der Flussgott einst aus der Oder heraus geboren wurde, steht er heute als Symbol der Zusammenarbeit zwischen den Staaten Deutschland, Polen und Tschechien. Viadrus symbolisiert die neue europäische Oder, einprägsam vom Bildhauer Horst Engelhardt (1951-2014) in einer drei Meter hohen Skulptur gestaltet. Seine Dreieckskomposition steht für einen weiten, grenz- und flussüberschreitenden Raum. Ihren Platz fand sie auf dem »Feldherrenhügel« im Odervorland an der Fährstraße in Güstebieser Loose. Hier begrüßt und verabschiedet die Odergottheit  Reisende, die den Fluss mit der deutsch-polnischen Fähre überqueren.

Flussgott Viadrus
Fähre Bez Granic Gozdowice – Güstebieser Loose
Fährstraße, L34
16259 Neulewin OT Güstebieser Loose

Redaktion Viadrus
Dr. Ernst-Otto Denk
Uchtenhagenstraße 22
16259 Bad Freienwalde/Oder
0 33 44 - 20 74

 

 

 

 

Binnenschifffahrtsmuseum Oderberg

Dies ist das älteste Technikmuseum Brandenburgs. Bis heute widmet es sich in seinen Ausstellungen und seinem großen Museumspark der Binnenschifffahrt im Odergebiet. Das Museum enthält eine Touristinformation und ist idealer Ort für die weitere Ausflugsplanung: Ein Industriekulturpfad führt entlang der ältesten künstlichen Wasserstraße Deutschlands – dem Finowkanal.
Besuchen Sie das alte und neue Schiffshebewerk in Niederfinow.
Mit dem Kanu Verleih Oderberg können Sie Ihre Weiterreise auch mit dem Kanu fortführen oder fahren per Schiff mit der Fahrgastschifffahrt Oderberg.

Hermann-Seidel-Straße 44
16248 Oderberg
0 333 69 - 53 93 21
museum.oderberg@freenet.de
bs-museum-oderberg.de

April - Oktober: täglich 10 - 17 Uhr
November - März: täglich 10 - 15 Uhr

Erwachsene 4 €
Kinder (6-14 Jahre) 2 €
Ermäßigt (Schüler, Studenten) 2,50 €
Familienkarte (2 Erw., max. 3 Kinder) 10 €

 

 

Schöpfwerk Neutornow

Das 1895 erbaute Hochwasserschöpfwerk in Neutornow wurde 1968 auf ein elektrisches Betriebssystem umgestellt. Es bildet mit seinem ziegelsichtigen Mauerwerk die Architektur seiner Entstehungszeit ab und gilt als bedeutsames technikgeschichtliches Zeugnis des Hochwasserschutzes im Oderbruch. Auch die angrenzenden Wohnhäuser der Schöpfwerksmeister vermitteln ein eindrucksvolles Bild der einstigen Bewirtschaftung. Ein weiteres Hochwasserschöpfwerk des Oderbruchs ist in Bad Freienwalde am Freienwalder Landgraben gegenüber dem Bahnhof zu finden.

Schöpfwerk Neutornow
16259 Bad Freienwalde
OT Schiffmühle
Neutornow, gegenüberNr. 67

 

 

 

Schau ins Bruch

Kulturerbe Orte im Oderbruch

  1. Heimatstube Hohensaaten
  2. Binnenschifffahrtsmuseum Oderberg
  3. Ringofen Altglietzen
  4. Dorfkirche Neutornow
  5. Fontanehaus Schiffmühle
  6. Schöpfwerk Neutornow
  7. Haus der Naturpflege Bad Freienwalde
  8. Oderlandmuseum Bad Freienwalde
  9. Oderbruch Museum Altranft
  10. Flussgott Viadrus Güstebieser Loose
  11. Kolonistendorf Neulietzegöricke
  12. Dorfkirche Altwustrow
  13. Ersatzkirche Altwriezen
  14. Marienkirche Wriezen
  15. Alter Hafen Wriezen
  16. Heimatstube Bliesdorf
  17. Chamisso Museum Kunersdorf
  18. Thaer Ausstellung Möglin
  19. Heimatstube Neulewin
  20. Lindenallee Neubarnim
  21. Kulturhafen Groß Neuendorf
  22. Jüdischer Friedhof Groß Neuendorf
  23. Alte Fritz Denkmal Neutrebbin
  24. Schul- und Bethaus Wuschewier
  25. Kolonistenkirche Sietzing
  26. Dorfschule Neuhardenberg
  27. Bockwindmühle Wilhelmsaue
  28. Letschiner Heimatstuben
  29. Heimatstube Wollup
  30. Korbmachermuseum Buschdorf
  31. Dorfmuseum Friedrichsaue
  32. Filmmuseum Golzow
  33. Schul- und Bethaus Altlangsow
  34. Museum Haus Lebuser Land

 

 

 

 

 

 

Bewerbung Europäisches Kulturerbe-Siegel

Eine wachsende Zahl von Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen setzten sich für eine Bewerbung auf das Europäische Kulturerbe-Siegel ein. Die Bewerbung soll den Titel „Das Oderbruch – Klein Europa“ tragen und das Oderbruch als attraktiven, offenen und historisch gewachsenen Kulturraum präsentieren. Im November 2019 soll die Bewerbung von der für das Vorhaben gegründeten Kommunalen Arbeitsgruppe an das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg übergeben werden.
Die Arbeitsgruppe sammelt für das Vorhaben Spenden. Das Oderbruch Museum Altranft fungiert in der Bewerbung als Fach- und Koordinierungsstelle und wird die Bewerbung ausarbeiten. Weitere Informationen zu der Bewerbung und alle nötigen Spendeninformationen finden Sie auf der Internetseite der Stiftung Oderbruch.

 

 

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© oderbruch museum altranft

Die Transformation des „Oderbruch Museums Altranft – Werkstatt für ländliche Kultur"
wird gefördert in „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes, und durch den Landkreis Märkisch-Oderland.
Mit Unterstützung der Stadt Bad Freienwalde (Oder).

TRAFO - Modelle für Kultur im Wandel - Kulturstiftung des Bundes 

 

 

Das Oderbruch Museum Altranft
Werkstatt für ländliche Kultur
ist Preisträger des Berlin Brandenburg Preises 2018

< Dokumentation und weitere Informationen

 

 

Berlin Brandenburg Preises 2018