Baukultur
2019

Jahresprogramm

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Werkstätten
in den Ferien

SOMMERFERIEN-PROGRAMM

Samstag · 22. Juni · Offene Werkstatt Druck

Freitag bis Sonntag · 28.-30. Juni · local beat reloaded

Samstag · 6. Juli · Offene Werkstatt Audio
Samstag · 13. Juli · Offene Werkstatt Illustration
Samstag · 20. Juli · Offene Werkstatt Fotografie
Samstag · 27. Juli · Offene Werkstatt  Druck
Samstag · 3. August · Offene Werkstatt Audio

Programm

23. Juni 2019

Bauen ist Kultur!

Programm zur Eröffnung unserer Jahresausstellung

Erweiterung der Dauerausstellung: Dass Bauen Kultur ist, weiß zumindest der Denkmal­schutz. Aber wie steht es um die tägliche, gelebte Baukultur im Oderbruch? Was sind die typischen Haus- und Siedlungsformen? Bauen die Leute selbst, oder lassen sie bauen? Diesen Fragen sind wir in unserer fortgeschriebenen Dauerausstellung nachgegangen. Erneut haben wir viele Menschen im Oderbruch danach befragt, wie sie, vermittelt über das bauen an Haus und Hof eine Beziehung zur ganzen Landschaft aufgebaut haben. Die Künstlerin Waltraud Fischer hat unterdessen die Werkbänke der Dauerausstellung mit ihren gewitzten Darstellungen erweitert, sodass die Besucher zukünftig grundlegende Informationen zu den Haus- und Siedlungsformen des Oderbruchs erhalten können.

Künstlerisches Hauptprojekt: Der junge Künstler Jakob Rüdrich aus Wilhelmsaue nimmt eine andere Perspektive ein. Rüdrich thematisiert das Oderbruch als künstlichen Raum, in dem täglich große Anstrengungen unternommen werden, damit in ihm etwas wachsen und gedeihen kann. Ausgehend von den einst zahlreichen Gewächshäusern dieses einstigen Gemüsegartens Berlins lag es für ihn nahe, das ganze Oderbruch als großes Treibhaus mit kontrollierter Wasser- und Nährstoffzufuhr zu begreifen. Er nutzt die Form des Gewölbekellers im Altranfter Herrenhaus, um den künstlichen Raum Oderbruch vorzustellen und zu erkunden, welche typischen Bauformen in ihm heute zu erleben sind. Auf den Pflanztischen seines „Treibhauses Oderbruch“ gedeihen alte Fischer- und Kolonistendörfer, moderne Plattenbausiedlungen wie das Letschiner „Manhattan“, aber auch singuläre Bauten wie das Niederfinower Schiffshebewerk, das Schöpfwerk Gusow oder die vielen Brettbinderscheunen und Mastanlagen. Auch Solar-, Wind- und Biogasanlagen, Zuckerfabriken und wiederum einzelne Gutshäuser kann man in seiner Installation als künstlich herangezogene Gewächse erleben. Die Raum-Klang-Installation enthält auch einen Tisch der Zukunft. Das Augenmerk von Rüdrich liegt jedenfalls nicht auf einer historisierenden Darstellung. In erster Linie will er die Elemente, die heute in der Landschaft zu finden sind, erlebbar machen und einen Perspektivwechsel auf das Alltägliche und Gewohnte anbieten.

Koffertheater: In Altranft gibt es viele alte Häuser, die ganz eigene Geschichten erzählen können: Das Kossätenhaus am Anger zum Beispiel ist das älteste Wohnstallhaus der Region, hier haben Mensch und Tier unter einem Dach gelebt. Das so genannte Fischerhaus hat heute noch eine schwarze Küche, hier wohnten die Ärmsten des Dorfes, meist Landarbeiter. Das Schmiedegehöft dagegen kündet vom bürgerlichen Wohlstand eines Handwerksmeisters und auf dem Berg-Schmidt-Hof ist heute noch gut zu sehen, was zur Existenz eines freien Bauern dazugehörte. Im Schloss schließlich liefen viele Fäden der dörflichen Arbeit zusammen – und natürlich entfaltete sich hier der Wohlstand in seiner ganzen Pracht. Katharina Sell und Frank Hirrich vom mecklenburgischen Figurentheater Ernst-Heiter waren in Altranft unterwegs, um über diese alten Häuser so viel wie möglich in Erfahrung zu bringen. Wir haben sie mit einer besonderen Theaterproduktion beauftragt: Sie haben ein Koffertheater mit eigenen kleinen Bühnenbildern entwickelt, das verschiedene Situationen in den genannten Häusern, wie sie sich in etwa um 1900 abgespielt haben könnten, darstellt. Ihre Theaterproduktion ist so angelegt, dass sie auch in den folgenden Jahren in Altranft zu verschiedenen Anlässen und an verschiedenen Orten gespielt werden kann. Außerdem entwickeln Sell und Hirrich ein theaterpädagogisches Konzept, nach dem zukünftig Kinder in unserer Theaterwerkstatt selbst Szenen, die sich in diesen Häusern abgespielt haben können, entwickeln und spielen können. Am Tag der Eröffnung unserer Jahresausstellung am 23. Juni stellen die beiden ihr Koffertheater vor. Um 11 Uhr, zu Beginn des Tages, werden die entwickelten Szenen gespielt, um 14 Uhr wird eine zweite Auseinandersetzung mit den Altranfter Häusern im Rahmen des Märchens vom Fischer und seiner Frau gezeigt.

Darüber hinaus verspricht die Eröffnung unserer Jahresausstellung einen angenehmen Tag mit Musik, Essen aus der Region und kühlen Getränken. Zudem zeigen wir Ergebnisse der Landschaftlichen Bildung aus Exkursionstagen im Projekt Heimatarbeit.

 

Sonntag · 23. Juni · 11-17 Uhr · Schloss · Eintritt frei

 

 Lernen und Erleben

Talk Walk durch Altranft

Unser TALK WALK ist für alle Besucherinnen und Besucher des Museums vom Leipziger Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar erarbeitet worden, die sich individuell auf den Weg machen und das Dorf Altranft etwas genauer kennenlernen möchten. An 20 Stationen kann – via Smartphone oder MP3-Player – Gesprächen mit Menschen aus Altranft und Umgebung über diese Orte gelauscht werden. Der TALK WALK Altranft ist auch in der App guidemate zu finden.

 

Hier können Sie den TALK WALK Altranft
als ZIP-Datei (ca. 56 MB) herunterladen

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Die Transformation des „Oderbruch Museums Altranft – Werkstatt für ländliche Kultur"
wird gefördert in „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, einer Initiative der Kulturstiftung
des Bundes, und durch den Landkreis Märkisch-Oderland.
Mit Unterstützung der Stadt Bad Freienwalde (Oder).

TRAFO - Modelle für Kultur im Wandel - Kulturstiftung des Bundes 

 

 

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